#meerrettich
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Mogelpackungen

Es gibt einige Sachen im Leben, auf die ich echt verzichten könnte. Um manches komme ich nicht drum herum, Abwaschen zum Beispiel. Aber über eine wirklich unnütze Sache darf ich mich jetzt wenigstens mal öffentlich ärgern. Und das ist: Doppelte und dreifache Plastikverpackungen und andere Dinge aus Plastik, bei denen man sich fragt: Wozu in aller Welt ist das nötig?

Dass Produkte, gerade Lebensmittel, in Plastik verpackt werden, ist ja durchaus nachvollziehbar. Es hält Luft und Feuchtigkeit vom Produkt fern, gleichzeitig dringt der Geruch von zum Beispiel Käse nicht nach außen. Manchmal kann ich sogar nachvollziehen, warum ein Produkt doppelt eingepackt ist, bei Cornflakes zum Beispiel. Durch das Plastik werden die nicht weich und durch den Karton beim Transport nicht zerdrückt. Es gibt aber viele andere Produkte, bei denen die Verpackung entweder übertrieben oder generell nutzlos ist.

Jede einzelne Scheibe!

An Supermarktkassen kosten Plastiktüten mittlerweile Geld. Die dünnen, durchsichtigen Tüten für Obst und Gemüse gibt es aber weiterhin kostenlos.

Im Café, selbst wenn man sich gegen den To-Go-Becher entscheidet, gibt es die Milch in kleinen Plastikpäckchen statt einfach ein Kännchen bereitzustellen. Meine Lieblingsteesorte ist von einer Firma, die alles in Bio-Qualität anbietet. Aber: Jeder einzelne Teebeutel ist in Plastik verpackt! Trotz des Kartons, der meiner Meinung nach, wie bei anderen Teesorten auch, völlig reichen würde.

Auch ein Blick in das Kühlregal eines Supermarkts fördert Erschreckendes zu Tage: Sandwichkäse, bei dem jede einzelne Scheibe noch einmal zusätzlich in einer Plastikfolie steckt. Im Süßwarenregal geht es weiter: Einzeln eingepackte Pralinen, die zusammen in einer Plastikform liegen, die in einem Pappkarton steckt, der wiederum noch mal in einer Plastikfolie verpackt ist. Auch in der Gemüseabteilung: Salatgurken in Plastik eingeschweißt. Ein Kilo Möhren in einer Plastikschale und zusätzlich noch komplett in Plastikfolie. Ein Kilo Bananen in Plastik verpackt. Liebe Supermärkte, falls es euch noch nicht aufgefallen ist: Obst und Gemüse hat schon eine eigene Verpackung, die sich Schale nennt.

Weil wir so bequem sind

Aber da bin ich wohl etwas naiv. Im Internet finde ich die Erklärung eines Supermarkts, warum das so sein muss. Ein Grund für die Verwendung von Plastik sei, dass es beispielsweise Gurken häufig in bio und in nicht-bio gibt. Und wenn nun ein Kunde zur Bio-Gurke greift, sich dann aber doch für eine konventionelle Gurke entscheidet und die Bio-Gurke statt in das richtige Fach einfach zu den anderen legt, dann kann die hinterher niemand mehr unterscheiden. Also wird, um auf Nummer sicher zu gehen, die Bio-Gurke lieber eingeschweißt.

Naiv war ich aber auch, was das Ausmaß an sinnloser Plastikverpackung anbetrifft, bevor ich im Internet die Liste "10 Plastikverpackungen, die an der Menschheit zweifeln lassen" entdeckt habe. Kartoffeln einzeln in Folie verpackt, damit man sie in der Mikrowelle zubereiten kann. Gekochte und gepellte Eier in Plastikboxen. Ebenso geschälte Orangen in der Plastikbox. Der absolute Wahnsinn! Und das alles nur, weil Menschen zu bequem sind, sich ein Ei zu kochen oder eine Orange zu schälen. Ein Hoch auf die Faulheit! Nicht.

Die Milch macht‘s

Aber ich habe im Internet glücklicherweise auch eine positive Meldung entdeckt. Forscher des US-Landwirtschaftsministeriums haben eine Verpackung entwickelt, die zwar aussieht wie Plastik, aber umweltfreundlich und sogar essbar ist, weil sie aus Milch hergestellt wird. Das lässt hoffen. Aber bis dahin zählt für mich: Doppelt und dreifach verpackte Produkte eben einfach nicht kaufen und Verpackungsmüll vermeiden, wo auch immer es geht.

 

 

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