#nichtwurst
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Eine Wurst mit Erkältung?

Vielleicht kennt ihr das auch: Da hat sich ein fieses Bakterium in euren Körper eingeschlichen und ihr werdet es einfach nicht wieder los. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem unser Arzt uns Antibiotikum verschreibt. Das kann im Zweifelsfall unser Leben retten. Wenn wir Antibiotika aber zu oft oder nicht Achtsam nehmen, können die Bakterien Resistenzen entwickeln. Das heißt, dass das Medikament einfach nicht wirkt.

So ähnlich wie das Ganze bei Menschen funktioniert, funktioniert es bei Tieren. Der größte Teil der weltweit verbrauchten Antibiotika wird an Tiere verfüttert. In erster Linie um Krankheiten zu heilen beziehungsweise vorzubeugen, aber auch die schnelle Gewichtszunahme ist ein durchaus gern gesehener Nebeneffekt. Nicht selten ist die Behandlung aber unpräzise, weil nicht gezielt das eine kranke Tier behandelt wird, sondern gleich die ganze Herde. Man weiß ja nie, welche und wie viele Tiere noch erkrankt sind und Tiere gezielt über das Futter mit Medikamenten zu versorgen, ist beim Füttern großer Massen meistens unmöglich.

Abwehrmechanismen gegen Antibiotika

Unnötige und ungenaue Verfütterung von Antibiotika kann aber schädlich sein. Wenn kranke Tiere schlecht fressen oder trinken, bekommen sie zu wenig vom Medikament ab. Die Bakterien werden dann nicht hundertprozentig abgetötet und können Abwehrmechanismen gegen die Antibiotika entwickeln. Sie können dadurch resistent und dadurch bei einer weiteren Erkrankung nicht mehr behandelt werden.

Es ist theoretisch möglich, dass wir diese resistenten Bakterien dann aufnehmen – durch rohes oder nicht richtig durchgebratenes Fleisch zum Beispiel oder durch ein Messer, mit dem wir das rohe Fleisch geschnitten haben und das wir dann aber nicht richtig abgewaschen haben. Wenn wir Pech haben, infizieren wir uns mit den resistenten Bakterien und können die dann nicht mit klassischem Antibiotika behandeln.

Was also tun? Wenn ihr das Risiko verringern wollt, könnte ihr zum Beispiel darauf achten, dass ihr Biofleisch esst. Auf Biohöfen dürfen nur geringfügig Antibiotika eingesetzt werden, sodass die Tiere in der Regel keine Resistenzen entwickeln.