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#abdampfen

Shisha-Mythen: Stimmt’s, stimmt’s nicht?

Lou, 23 Jahre

„Shisha dampfen ist gar nicht so schädlich!“ – richtig oder falsch? Wir haben einige Mythen rund um das Thema Shisha zusammengetragen und klären auf, was wirklich dahintersteckt.

Zum Shisha-Dampfen gibt es viele Mythen. Es heißt zum Beispiel, dass Shishas bzw. Wasserpfeifen ungefährlich sind – die harmlose Alternative zum Rauchen, quasi: Das stimmt schon mal nicht. Filtert Wasser die Schadstoffe aus dem Dampf? Und ist Grillkohle eine Alternative zu Shisha-Kohle? Schauen wir mal…

 

Wichtige Hinweise (auch) wegen Corona:

  • Raucht nur im Freien oder bei offenem Fenster
  • Haltet viel Abstand voneinander
  • Verwendet alle ein eigenes Mundstück (am besten Einwegartikel)

Was ist ein Mythos?

Ein Mythos ist eigentlich eine Geschichte oder auch ein Märchen. Manchmal spricht man aber auch von einem Mythos, wenn viele Menschen an etwas glauben, obwohl das gar nicht stimmt. Schauen wir uns ein paar Shisha-Mythen mal genaer an.

Mythos 1: Das Wasser in der Shisha filtert die Giftstoffe

In Shisha-Dampf sind mindestens 82 Schadstoffe enthalten. Das Wasser filtert diese aber nicht heraus, es kühlt den Rauch nur. Das macht das Einatmen des Dampfes (Inhalieren) einfacher. Deshalb kommen die giftigen Stoffe sogar noch tiefer in die Lunge rein. Das ist sehr gefährlich.

Wenn man die Bowl der Shisha genau beobachtet, sieht man den Dampf, der beim Inhalieren in kleine Bläschen eingeschlossen wird. Er vermischt sich also gar nicht mit dem Wasser. Deswegen kann das Wasser den Shisha-Dampf gar nicht reinigen. Genauere Informationen zur Funktionsweise einer Shisha findet ihr hier.

Filtert das Wasser in der Shisha also die Giftstoffe? Nein.

Mythos 2: Es besteht keine Suchtgefahr durch Shisha-Dampfen

Shishas werden meistens mit Shisha-Tabak geraucht und dieser enthält – genau wie Zigarettentabak – Nikotin. Nikotin kann bei regelmäßigem Konsum abhängig machen. Deswegen zeigen sich auch bei einer ungewohnt langen Pause vom Shisha-Rauchen Entzugserscheinungen: Man kann sich zum Beispiel nicht mehr so gut konzentrieren (denken oder lernen), man ist müde und schlapp, man kriegt starken Hunger oder man ist traurig. Manche regen sich auch viel schneller über irgendetwas auf.

Je häufiger, länger und tiefer Shisha-Dampf inhaliert wird, umso größer ist auch die Gefahr, davon abhängig zu werden – das heißt aber auch, dass schon bei unregelmäßigem Shisha-Konsum eine Suchtgefahr besteht. Shiazo-Steine als Alternative zu nikotinhaltigem Tabak können zumindest die Gefahr der Abhängigkeit beseitigen – gesund ist das Shisha-Dampfen deshalb aber auch nicht.

Besteht beim Shisha-Dampfen also Suchtgefahr? Ja!

Mythos 3: Shisha und Wasserpfeifen sind weniger schädlich als Zigaretten

Dieser Mythos entsteht vor allem, da beim Shisha-Rauchen anders als beim Zigaretten-Rauchen der Dampf süß-fruchtig und erfrischend riecht und schmeckt. Shisha-Rauchen ist in vielen Kulturen eine Tradition und auch in der Hip-Hop-Szene zuhause. So verkaufen Rapper wie Haftbefehl, 187 Straßenbande und KC Rebell eigene Shisha-Tabaksorten. Dadurch, dass viele diese Rapper bewundern, rücken die Risiken des Shisha-Dampfens oftmals in den Hintergrund. Deshalb ein paar harte Fakten:

Eine ganze Shisha zu rauchen entspricht, der Nikotinmenge von zehn Zigaretten. Die dabei eingeatmete Menge an Rauch ist sogar vergleichbar mit 100 Zigaretten, da beim Shisha-Konsum mit einem Zug mehr Rauch eingeatmet wird.

Die Schadstoffe reizen die Atemwege und können sogar krebserregend sein. Außerdem ist die Menge an Kohlenmonoxid einer Shisha-Sitzung mit acht bis zehn Zigaretten zu vergleichen. Wenn sich zu viel Kohlenmonoxid in einem geschlossenen Raum ansammelt, droht eine Vergiftung.

Last but not least: Durch das Verbrennen von Tabak entsteht Teer, der die Atemwege verklebt. Dabei ist die Menge an Teer im Shisha-Rauch 25-mal so hoch wie in einer Zigarette. Wenn ihr Genaueres zu den Gesundheitsgefahren wissen wollt, könnt ihr euch auch gerne unsere interaktive Infostory zu dem Thema anschauen.

Ist Shisha weniger schädlich als Zigaretten? Nein!

Mythos 4: Jede Art von Kohle ist für das Rauchen von Shishas geeignet

Brenn- und Grillkohle sollten auf keinen Fall für das Rauchen einer Shisha verwendet werden, da die hochgiftigen Inhaltsstoffe lebensgefährlich sein können. Zudem entwickelt Holzkohle einen unangenehmen Geschmack, der stärker als das fruchtige Aroma des Shisha-Tabaks ist. Für das Shisha-Dampfen sollten deswegen nur selbstzündende Kohle und Naturkohle verwendet werden. Naturkohle ist frei von künstlichen Zusatzstoffen und hat keinen Eigengeschmack. Außerdem brennt sie auch länger als selbstzündende Kohle. Allerdings lässt sich die Naturkohle nur mit einem Kohleanzünder oder einem Gaskocher anzünden.

Kohle, die zum Shisha-Rauchen geeignet ist, wird meistens im selben Laden wie der Shisha-Tabak verkauft. Wenn ihr unsicher seid, könnt ihr die Verkäufer*innen um Rat bitten. Aber passt auf, das Verbrennen von Kohle führt immer zur Entstehung des giftigen Kohlenmonoxids. Vergesst das Lüften also nicht oder raucht die Shisha an der frischen Luft. Besonders clever ist es, eine E-Shisha zu nehmen, um die Entstehung von Kohlenmonoxid ganz zu vermeiden.

Ist Grillkohle zum Shisha-Dampfen geeignet? Nein!

Mythos 5: Shishas werden nur für den Konsum von Tabak verwendet

Wie oben schon erwähnt, gibt es auch nikotinfreie Alternativen zum Shisha-Tabak: Shiazo-Steine oder Frucht-/Kräutermischungen. Diese sind zwar weniger schädlich als der nikotinhaltige Shisha-Tabak, aber keineswegs ungefährlich. Denn auch beim Rauchen dieser Alternativen findet ein Verbrennungsprozess statt, der gesundheitsschädliche Substanzen freisetzt, wovon viele krebserregend sein können.

Die berauschende Wirkung von anderen Drogen wie beispielsweise Cannabis (Haschisch im Kopf der Shisha) und Alkohol (in der Shisha-Bowl) können durch das Rauchen mit einer Shisha verstärkt werden. Das ist auf jeden Fall keine gute Idee, da die Dosierung nicht mehr eindeutig ist und die berauschenden Effekte nur noch schwer bis gar nicht einzuschätzen sind. Die Folge: Es droht kompletter Kontrollverlust, welcher im schlimmsten Fall sogar lebensgefährlich sein kann.

Werden Shishas also nur für den Konsum von Tabak verwendet? Nein, es gibt nikotinfreie Alternativen!!

!!Andere Drogen wie Cannabis oder Alkohol haben aber in der Shisha nix zu suchen!!

Quelle: Pixabay: Sophia-Hilmar
#abdampfen

Gesundheitliche Folgen

Lou, 23 Jahre

Quelle: pexels: Jeffrey Czum
#abdampfen

Weil es alle machen – über Gruppenzwang und Ausprobieren

Daniel, 25 Jahre

Mit 14 Jahren hätte ich es nicht zugegeben, aber heute bin ich mir ziemlich sicher: Gruppenzwang war der Grund, warum ich angefangen habe zu rauchen – und das, obwohl die ersten Züge an der Zigarette nicht einmal schmeckten.

Die coolen Jugendlichen und die Älteren, mit denen wir alle abhängen wollten, haben geraucht, das hat gereicht. Jemals mit dem Rauchen angefangen zu haben, ist mit Abstand das Ereignis aus meiner Jugend, das ich am meisten bereue. Noch heute kämpfe ich mit dem Aufhören. Aber was ist dieser Gruppenzwang und warum ist er so mächtig? Und wie können wir ihm entkommen?

In der Regel möchte niemand Stress oder großartig Diskussionen – vor allem nicht mit Freund*innen. Das Leben lebt sich um einiges schöner, wenn alles friedlich und ohne großen Ärger abläuft – oder? Und genau so funktioniert Gruppenzwang: Es ist dieser unbewusste Druck, mit dem Verhalten oder der Meinung der Gruppe übereinzustimmen – getreu dem Motto: Was alle machen, kann doch nicht falsch sein.

Das zeigt sich zum Beispiel in der Musik, die auf den Schulhöfen gespielt wird und dadurch bei den Streaming-Diensten vorne landet. Gruppenzwang wie dieser wird nicht immer als schlimm oder schädlich wahrgenommen. Bestimmte Meinungen und Leute in Gruppen können sich auch positiv auf Einzelne auswirken. Zum Beispiel, wenn sich Menschen gezwungen fühlen, nicht über eine rote Ampel zu laufen, weil Kinder neben ihnen warten – und denen will man ja kein schlechtes Vorbild sein.

Wichtige Hinweise (auch) wegen Corona:

  • Raucht nur im Freien oder bei offenem Fenster
  • Haltet viel Abstand voneinander
  • Verwendet alle ein eigenes Mundstück (am besten Einwegartikel)

Gruppenzwang bedeutet, dazugehören zu wollen

Das Anpassen an Gruppen wird aber zu einem Problem, wenn Einzelne in einer Gruppe sich gezwungen fühlen, etwas zu machen was sie nicht unbedingt möchten oder später einmal bereuen könnten. Warum wir manchmal in diese Falle laufen? Dazu gibt es sogar Studien und Untersuchungen, zum Beispiel das Konformitätsexperiment von 1951.

Nur weil es alle machen, ist es noch lange nicht gut

Es ist jedenfalls schwierig, über Gruppenzwang zu sprechen, weil er unterbewusst funktioniert. Aber die Meinung und das Handeln von Vielen oder einer Gruppe muss nicht immer das Richtige oder Beste sein. Wenn alle von derselben Person in einer Klassenarbeit abschreiben, nützt es niemanden, wenn deren Antworten falsch sind. Nur weil es alle machen, ist es noch lange nicht gut oder richtig. Ganz im Gegenteil, es kann sogar Gefahren mit sich bringen.

Entkomme dem Gruppenzwang

Wenn Menschen wegen Gruppenzwängen nicht das machen, worauf sie eigentlich Lust haben, kann das echt schlimm sein. Es wird besonders gefährlich, wenn größere Gruppen, wie zum Beispiel ganze Bevölkerungen, sich einem Gruppenzwang beugen und das Geschehen um sich herum nicht hinterfragen, sondern unkritisch abnicken. Das zeigt der Film „Die Welle“, in dem ein Sozialexperiment nachstellt, wie Gruppenzwang Hitler und Nazis in Deutschland den Weg geebnet haben.

Gegen den Strom schwimmen bedeutet, Reife zeigen

Es ist natürlich einfach gesagt: „Entkomme dem Gruppenzwang“. Aber es gibt einige Tipps für Momente, in denen du dich vielleicht von einer Gruppe zu etwas gezwungen fühlst. Wenn dir jemand eine Shisha anbietet oder dich dazu drängt, Alkohol zu trinken, dann frag doch dein Gegenüber, warum sie oder er raucht oder trinkt.

Wenn er oder sie dann immer noch darauf drängt, dass du mitmachst, obwohl du gar nicht willst, dann muss ein klares und deutliches Nein her. Es ist wichtig, Grenzen zu setzen, das ist ein Zeichen für Stärke und Reife. Wenn sich jemand dem Gruppenzwang widersetzt, schafft das die Möglichkeit dafür, dass immer mehr auch Nein sagen, wenn sie etwas eigentlich nicht wollen.

Sag nein zum Gruppenzwang

Es ist schwierig, sich alleine oder mit wenigen gegen eine Gruppe zu stellen. Noch schwieriger ist es aber, begangene Fehler zu korrigieren. Viele aus meinem Freundeskreis und auch ich versuchen mal mehr und mal weniger erfolgreich, mit dem Rauchen aufzuhören. Es wäre viel einfacher gewesen, damals einfach Nein gesagt zu haben. Den Gruppenzwang dahinter habe ich damals nicht gesehen. Wenn dir Zigaretten von neuen Leuten angeboten werden, hast du die Möglichkeit, dankend abzulehnen, aber anzukündigen, dich gerne zum Rauchen dazuzustellen. So kann man sich vor dem Gruppenzwang schützen und trotzdem mit der Gruppe zusammen sein.

Zu lernen, Nein zu sagen und Situationen zu erkennen, die für einen potenziell gefährlich sein könnten, ist wichtig und bedeutet, selbstständig zu werden. Das kann dir später viele Probleme ersparen.

Wenn du dir selbst (noch) nicht über den Weg traust, kannst du ungesunde Gruppensituationen auch erstmal vermeiden und zum Beispiel mehr mit Freund*innen abhängen, die das nicht in Shisha-Bars tun. So entsteht der Gruppenzwang ums Dampfen gar nicht, du setzt dich nicht dem Passivdampfen aus und ihr könnte zusammen eine gute Zeit haben.

Natürlich kann es trotzdem immer passieren, dass man etwas tut, was man im Nachhinein bereut. Dann ist es wichtig, darüber zu reden und sich jemandem anzuvertrauen.

 

Quelle: pexels: Tatiana
#abdampfen

Diese Dinge sind besser als Shisha dampfen

Carolina, 25 Jahre

Die typische Wasserpfeife ist ursprünglich vor allem im arabischen Raum verbreitet. Aber auch in Ländern wie Deutschland ist das Shisha-Dampfen sehr beliebt. Das liegt bestimmt auch an den verschiedenen Geschmäckern und dem Gemeinschaftsgefühl. Statt also abends in die klassische Bar zu gehen, wird in Shisha-Bars fleißig gedampft.

Das macht das Dampfen so entspannend

Sicherlich liegt die Beliebtheit nicht nur an den Aromen, sondern auch an dem Flair in Shisha-Bars. Abhängen mit Freund*innen und Bekannten sorgt für eine entspannte Atmosphäre.

Doch es gibt noch andere Sachen, die uns glauben lassen, dass Shisha ungefährlich sind: Der Rauch von Shishas ist kühl und oft super fruchtig. Wenn etwas nach Apfel, Melone oder anderen Früchten schmeckt, verbinden wir damit nur gute Gefühle – und genau das macht Shishas so gefährlich. Und während fast jeder weiß, welche Krankheiten man durchs Zigarette-Rauchen kriegen kann, kursieren zu Shishas viele Mythen und falsche Infos. Die Shisha schmeckt vielen zwar besser als eine Zigarette, ist aber auch schädlich.

Wichtige Hinweise (auch) wegen Corona:

  • Raucht nur im Freien oder bei offenem Fenster
  • Haltet viel Abstand voneinander
  • Verwendet alle ein eigenes Mundstück (am besten Einwegartikel)

Im Shisha-Tabak steckt der Stoff Nikotin – und das macht süchtig. Zuerst sorgt Nikotin für ein entspanntes Gefühl, doch sobald diese Wirkung nachlässt, braucht ihr mehr davon. Es ist ziemlich schwer, wieder davon loszukommen, also am besten fangt ihr erst gar nicht damit an (Mehr Infos zu Nikotin findest du hier). Wir haben hier ein paar andere Ideen für euch:

Freunde treffen, chillen und entspannt Shisha rauchen – für viele sieht so ein perfekter Abend aus. Aber es gibt Dinge, die genau so viel oder womöglich noch mehr Spaß machen, ohne eure Gesundheit zu ruinieren. Wir stellen euch die besten Shisha-Alternativen vor.

Die soziale Alternative

Wem es in den Shisha-Bars vor allem um das Freund*innen treffen geht, der hat noch viele weitere Alternativen. Der soziale Aspekt ist zwar ein komplett anderer, doch das hier kann genauso viel Spaß machen: Eine Runde Billard spielen, Kickern oder Darten – das sind nicht ohne Grund Bar-Klassiker. Denn man macht etwas zusammen und man kann sich dabei unterhalten. Ganz ohne den Zwang, an der Shisha ziehen zu müssen oder den giftigen Dampf einzuatmen.

Vereine

Viele andere junge Leute trefft ihr auch in Vereinen. Dort könnt ihr von Sport bis zu sozialen Projekten einiges ausprobieren, und das gemeinsam in der Gruppe. What, Verein?! Die gibt es tatsächlich für alles Mögliche.

Kochen

Anstatt zu Hause die Shisha aufzubauen, könnt ihr auch gemeinsam kochen oder einen Spieleabend veranstalten. Das ist längst nicht so langweilig, wie es vielleicht für manche im ersten Augenblick klingen mag. Probiert es einfach mal aus!

Bewegung

Rauchen und Dampfen kann entspannend sein. Es hat seine Gründe, warum viele wieder mit dem Rauchen von Zigaretten anfangen, wenn sie gerade eine stressige Zeit durchmachen. Aber diese Effekte sind nur von kurzer Dauer und schaden auf lange Sicht mehr, als sie helfen. Zum Glück gibt es andere Wege, sich zu entspannen. Das muss keine teure Massage oder ein luxuriöses Spa sein, es geht auch ganz einfach mit Sport oder Meditation. Eine gute Kombination aus beidem ist Yoga. Hier lernt ihr, durch Achtsamkeit zu entspannen und eurem Körper etwas Gutes zu tun. Hier gibt es viele tolle Apps für das Handy.

Power dich aus!

Wer sich lieber auspowern will, ist bei Laufgruppen oder im Fitnessstudio gut aufgehoben. Nach dem Training fühlt ihr euch entspannt bzw. gestärkt und dieser Effekt hält auch an. Eure Freunde werden das bestimmt merken. Zudem gibt es viele Sportarten, die ihr gemeinsam ausprobieren könnt. Trefft euch im Skatepark, versucht’s mit Slacklining, Parcours oder Stand-up-Paddling.

Eigene Alternativen schaffen

Es braucht Mut, Gewohnheiten zu ändern. Wenn ihr jedes Wochenende in Shisha-Bars abhängt, fühlt es sich natürlich komisch an, plötzlich zu Tee-Abenden und Yoga-Sessions einzuladen. Aber manchmal kann genau so ein Versuch der Startschuss zu neuen, gesünderen Gewohnheiten sein. In eurem Freundeskreis gibt es bestimmt auch jemanden, der nur Shisha raucht, weil es alle machen. Es muss nur jemand anfangen und eine Alternative anbieten. Wenn ihr so eine Idee einfach in den Raum stellt, dann stehen die Chancen sehr gut, dass die anderen auch Lust drauf bekommen!

Auch, wenn ihr am Anfang nur ab und zu Nein zum Dampfen sagt, ist das ein großer und wichtiger Schritt! Hört auf euch und euren Körper, um herauszufinden, was euch gut tut!

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Zahlen und Fakten

Daniel, 25 Jahre

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Aufbau einer Shisha

Carolina, 25 Jahre

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Teste dein Shisha - Wissen!

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Seit wann gibt es Shishas überhaupt?

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Richtig! Falsch!

Doch, doch, die Wasserpfeife ist schon ziemlich alt. Das Wort "Shisha" stammt aus Persien, von dort aus expandierte das Rauchgerät über den gesamten Mittleren Osten und Nordafrika. Ganz ursprünglich könnte die Wasserpfeife aber auch in Indien erfunden sein, man weiß es nicht genau. Quelle: Pexels: Pavlo Luchkovski

Die Wasserpfeife ist also in Persien oder in Indien erfunden worden. Die Deutschen haben den persischen Begriff übernommen: Shisha (alternativ: Wasserpfeife). Die Briten benutzen den Begriff aus Indien. Wie lautet die indisch/englische Bezeichnung?

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Richtig! Falsch!

Die englisch/indische Bezeichnung ist Hookah. Nargileh ist teilweise im Türkischen gebräuchlich und Bong ist ein Ding zum Kiffen.

Beim Thema Shisha gibt es keine Altersbeschränkung – stimmt das?

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Richtig! Falsch!

Das ist tatsächlich klar geregelt und steht im Jugendschutzgesetz: geraucht werden darf erst ab 18.

Manchmal wird behauptet, Shisha-Dampfen sei „gesünder“ als Zigarette-Rauchen, weil der Rauch ja durch das Wasser gefiltert würde. Stimmt das?

Quelle: Pexels: Sourav Mishra
Richtig! Falsch!

Der Rauch ist in Luftbläschen eingeschlossen, kommt deshalb mit dem Wasser nicht in Kontakt und kann darum auch nicht gefiltert werden. Es ist übrigens auch keine gute Idee, statt Wasser alkoholische Getränke zu verwenden: Da die so inhalierte Alk-Dosis überhaupt nicht abschätzbar ist, kann das ziemlich fatal enden.

Im schlimmsten Fall kann man nach dem Besuch einer Shisha-Bar direkt im Krankenhaus landen. Wer oder was ist dafür in der Regel verantwortlich?

Quelle: Unsplash: Joshua Coleman
Richtig! Falsch!

Bei der Verbrennung der in Shishas verwendeten Kohle entsteht Kohlenmonoxid und das ist giftig. Das kann in kleinen, unbelüfteten Zimmern oder Shisha-Bars selbst für Passivraucher gefährlich werden.

Shisha
0 - 2 Richtige
Mal Hand auf's Herz: Du hast keinen Plan von Shishas! Entweder weil du sowieso niemals mitrauchen würdest oder weil du glaubst, das sei schon alles easy. Falls letzteres der Fall sein sollte: Stimmt leider nicht so ganz. Schau doch mal hier.
3 - 4 Richtige
Okay, du kennst dich schon ziemlich gut aus mit Shishas! Du weißt also wahrscheinlich, dass Shisharauchen nicht wirklich gesund ist. Falls du trotzdem gerne mal am Schlauch ziehst, weil deine Homies das alle machen, dann schau dir doch das hier mal an.
5 Richtige
Wow, volle Punktzahl, du kennst dich echt aus und weißt also auch, dass Shisharauchen nicht wirklich gesund ist. Falls du dem Rauchgerät dennoch manchmal nicht widerstehen kannst: Wir hätten da ein paar Alternativen!
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#MASTERPLAN

Wer wir sind?

Hochschulgruppe CampusWELTEN!

Hi 😊, wir sind die Hochschulgruppe CampusWELTEN der Universität Erfurt und haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Gesundheit von Studierenden mehr in den Fokus zu rücken. Das tun wir, indem wir unsere Hochschule, aber auch die Studierenden der Universität Erfurt, dabei unterstützen, die Gesundheit während des Studiums zu erhalten und zu fördern.

 

Die Idee für unsere Gruppe ist aus einem Seminar im Masterstudiengang Gesundheitskommunikation entstanden. Unser Name leitet sich von dem Begriff „Lebenswelten“ ab.

Lebenswelten sind zum Beispiel Schulen, Betriebe, Kommunen aber natürlich auch Hochschulen – und zwar so, wie sie ganz individuell und subjektiv wahrgenommen werden. Deswegen also CampusWELTEN.

Autorinnen

Quelle: CampusWelten

„Wenn jemand anfängt zu studieren, dann weiß diese Person doch, dass es stressig werden kann…“ – so oder so ähnlich lauten Aussagen, die übersetzt so viel heißen wie: „Stell dich mal nicht so an.“

Diese Mentalität war einer der Gründe, wieso Lena der Hochschulgruppe CampusWELTEN beigetreten ist. Denn selbst innerhalb der Unis scheint es genug Menschen zu geben, die psychische Probleme der Studierenden kleinreden, abstreiten oder einfach darüber hinwegsehen. „Aber diese Probleme existieren nun mal obwohl es doch selbstverständlich sein sollte, dass sich alle Studierenden an ihrer Uni wohlfühlen“, sagt sie. Dazu gehören neben Angeboten zu Förderung der körperlichen und geistigen Gesundheit auch Umgebungs- und Umweltfaktoren.

„Deshalb haben wir uns als Hochschulgruppe auch schon an der Klimastreikwoche beteiligt und auf die CO2-Emissionen der einzelnen Mahlzeiten aufmerksam gemacht. Denn alles, was wir der Natur antun, schlägt sich letztendlich auf unsere Gesundheit nieder. Und Veränderungen lassen sich am besten gemeinsam bewirken.“

„Ich kenne einige Student:innen, die sich durch ihr Studium gekämpft oder es sogar abgebrochen haben. Die psychische Belastung ist teilweise echt hoch.“, berichtet Katrin, die für ihr Masterstudium an die Uni Erfurt gegangen ist. Dort ist sie auf die Hochschulgruppe CampusWelten aufmerksam geworden und wusste sofort, dass sie sich dort engagieren will. „Mir war vorher nicht klar, dass so etwas wie ein studentisches Gesundheitsmanagement überhaupt existiert. Aber es ergibt ja auch Sinn. Schließlich sind Student:innen die zentralen Personen an einer Uni.“

Katrin merkt an, dass Gesundheitsförderung ganz unterschiedlich aussehen kann: Die Wissenschaft spricht an dieser Stelle von Verhältnis- und Verhaltensprävention – also von strukturellen und individuellen Maßnahmen um die Lebensqualität zu verbessern. „Wir müssen die Bedingungen auf dem Campus in den Blick nehmen. Können beispielsweise Student:innen mit Allergien und Unverträglichkeiten ohne Probleme in der Mensa essen?“ Für die individuelle Ebene spielen u.a. Sportangebote oder psychosoziale Sprechstunden eine Rolle. Auf ihren Social Media Kanälen versucht die Hochschulgruppe zusätzliche Informationen zur Verfügung zu stellen (Facebook, Instagram).
„Studieren sollte doch Spaß machen!“, findet Katrin. „Ich hoffe, wir können irgendwie dazu beitragen dieses Gefühl zu erreichen.“

„Wie oft musste ich mir als Studentin der Geisteswissenschaft den folgenden Satz anhören: ‚Ihr Studenten habt ja so ein chilliges Leben!‘“, erinnert sich Leonie an ihr Bachelorstudium zurück. Sie hatte lange das Gefühl, im Studium nicht überfordert sein zu dürfen, wodurch sich vor allem in der Prüfungsphase der ganze Druck zugespitzt hatte: „Nach den Klausuren war ich fast immer krank. Mein Körper befand sich wochenlang im Lern- und Stressmodus, sodass er sich anschließend vollständig auskurieren musste.“

 

Leonie setzt sich seitdem vor allem mit achtsamen und präventiven Methoden zum Erhalt der psychischen Gesundheit auseinander. Diese möchte sie auch anderen Studierenden über die Kommunikationskanäle der HSG näherbringen:

„Psychische und körperliche Gesundheit gehen Hand in Hand. Deshalb ist es so wichtig, dass wir mögliche Probleme und Herausforderungen im Studium ganzheitlich betrachten und offen kommunizieren. Es ist okay, überfordert zu sein – du bist damit nicht allein.“

Dieses Gefühl möchte Leonie anderen Studierenden durch den CampusWELTEN-Blog vermitteln.

 

Worum es uns geht?

Ein gesundes Studium für alle!

Was für die meisten Studierenden wahrscheinlich längst ein wichtiges Thema ist, erhält langsam auch von Hochschulen immer mehr Aufmerksamkeit. Gesund bleiben im Studium ist kein Selbstläufer, denn ein Studium kann zahlreiche Herausforderungen für die eigene Gesundheit darstellen, die es zu meistern gilt:

  • Wie kann man mit dem Stress in Prüfungszeiten umgehen?
  • Wie schafft man es gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung in den eigenen Alltag integrieren?
  • Und was gibt es für Tipps und Tricks, um die Herausforderungen des Studiums zu meistern?

Wenn du wissen willst, wie gesund du studierst, kannst du dich hier testen.

Was wir hier machen?

Einen Blog zum Thema „Gesundes Studium“

Im Rahmen unserer Arbeit sind wir auf den Jungagiert e.V. aufmerksam geworden, der mit dem We-Like-Blog unterschiedlichste Themen für und mit jungen Menschen aufarbeitet. Die Leute vom Jungagiert e.V. haben sich schon vor Jahren mit dem Thema Studierendengesundheit beschäftigt und auf ihrem Blog ein Themenspezial dazu gemacht. Jetzt haben wir uns mit dem Jungagiert e.V. zusammengetan und bauen seitdem auf dem We-Like-Blog einen eigenen Bereich zum Thema Gesundheit von und für Studierende auf: #Masterplan. Dort schreiben wir regelmäßig Beiträge zu aktuellen und spannenden Themen rund um das gesunde Studium.

Für unsere Arbeit haben wir vier Themenbereiche festgelegt, die für uns beim Thema
Studierendengesundheit besonders wichtig sind (passend dazu auch
die Farben unseres Logos 😊) :

 

  • Soziale Gesundheit und Spaß (gelb)
  • Psychische Gesundheit, Stressminderung und allgemeines Wohlbefinden (lila)
  • Umgebungseinflüsse und Hygiene (blau)
  • Physische Gesundheit, Ernährung und Bewegung (grün)

Du hast Fragen oder Ideen zum studentischen Gesundheitsmanagement? Du engagierst dich (vielleicht bald) in einer ähnlichen Gruppe und möchtest dich austauschen? Wir freuen uns über neue Kontakte und frischen Wind, melde dich gerne!

                                                                         

Quelle: Pexels: Pixabay
#30Jahrespäter

Der Deutschlandatlas

Sandra, 25 Jahre

Quelle: Pexels: Valeriia Miller
#30Jahrespäter

Das Grüne Band

Elisabeth, 21 Jahre

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