Quelle: Pexels/SHVETS production
#MASTERPLAN

Hochschule für Alle

Quelle: Lydia

Lydia, 23 Jahre

Menschen dürfen aufgrund ihrer Behinderung nicht vom Studium ausgeschlossen werden und sollen ohne Diskriminierung, gleichberechtigt mit nichtbehinderten Menschen Zugang zu Hochschulbildung haben. Das hat die UN-Behindertenrechtskonvention beschlossen.

Chancengleichheit für Menschen mit Behinderung

Hochschulen müssen deswegen dafür sorgen, dass Studierende mit Behinderung in ihrem Studium nicht benachteiligt werden und das Studium möglichst ohne fremde Hilfe in Anspruch nehmen können. Immer mehr Hochschulen und Studierendenwerke investieren deshalb unter anderem in barrierefreie Strukturen, entwickeln spezielle Beratungsangebote und Nachteilsausgleichsregelungen. Notwendig sind die Maßnahmen, da immer noch bauliche, kommunikative, strukturelle und pädagogische Barrieren das Studium von Menschen mit Behinderung erschweren.

 

Unterstützung im Studium

Studierende mit Behinderung stehen zum Beispiel bei der Organisation des Studiums und des studentischen Alltags oft vor Herausforderungen. Die Wahl des Studiengangs, der Hochschule, des Wohnorts und Fragen zu Nachteilsausgleichen (zum Beispiel bei Prüfungen) im Studium sind nur einige davon. Vor Ort gibt es deswegen fast in allen Hochschulen und vielen Studierendenwerken Unterstützung in Form von Berater*innen und Beauftragten für die Belange Studierender mit Behinderung. Sie können gezielt Informationen weitergeben, individuelle Unterstützung anbieten und beraten. Aber auch online gibt es Hilfe. Auf der Seite barrierefrei-studieren können Menschen mit Behinderung beispielsweise nach Studiengängen oder Stipendien suchen, die barrierefrei sind. Zu knapp 17.000 Studiengängen werden dabei Daten erfasst, wie barrierefreie bauliche Grundausstattung/Zugänglichkeit, speziell ausgestattete Arbeitsplätze und Nachteilsausgleich. Die Website deckt außerdem Irrtümer zum Studium mit Behinderung auf.

 

Inklusion und Digitalisierung

Hochschulen setzen immer mehr auf digitale Lehrangebote, vor allem seit Beginn der Corona-Pandemie. Digitalisierungsprojekte müssen deswegen für alle Studierenden nutzbar gemacht werden und auch von Menschen mit Behinderung genutzt werden können. Zum Beispiel sollten Webseiten, wie hochschuleigene Seiten und Formulare für elektronische Anmelde-, Zulassungs- und Rückmeldeverfahren barrierefrei gestaltet sein. Aber Inklusion ist mehr als nur die Bereitstellung barrierearmer Dokumente: Inklusion muss schon bei barrierearmer Software (wie zum Beispiel Campus-Management-Software), bei der Erstellung von E-Learning-Seminaren und bei der Kommunikation zwischen Studierenden beginnen. Außerdem müssen Lehrmaterialien, wie Lernvideos, Foliensätze, Präsentationen und auch Diskussionsmöglichkeiten barrierereduzierter zur Verfügung gestellt werden. Viele Hochschulen können diesen Anforderungen noch nicht gerecht werden. Sie müssen daher ihre digitalen Barrieren reduzieren, damit alle zugangsberechtigten Studierenden bestmöglich mit und durch digitalisierte Angebote ausgebildet werden können.

 

Was du tun kannst, um Diskriminierung zu vermeiden

Viele Menschen sind sich unsicher, welche Begriffe verwendet werden sollen, um über das Thema Behinderung zu sprechen. Dass man heutzutage „Krüppel“ oder „Spast“ nicht sagt und „behindert“ nicht als Schimpfwort verwendet, sollte allen klar sein. Aber wie siehts mit Begriffen wie „Handicap“ oder „Person mit besonderen Bedürfnissen“ aus? Welche Begriffe du verwenden solltest und welche nicht, erfährst du hier:

DON‘T (diskriminierende Sprache)   DO (inklusive Sprache)
die/der Behinderte   Mensch mit Behinderung
behindert sein   eine Behinderung haben
Handicap, besondere Bedürfnisse/besondere  Fähigkeiten Behinderung, Disability,

Beeinträchtigung*

Sie/Er leidet an… Sie/Er hat die Behinderung XY/ lebt

mit der Krankheit XY

gesund/normal vs. krank nichtbehindert vs. behindert
trotz ihrer/seiner Behinderung mit ihrer/seiner Behinderung
für Behinderte angepasst barrierefrei

*Bei dem Begriff Beeinträchtigung sind sich die Quellen nicht einig, aber es ist grundsätzlich nicht falsch. Es handelt sich dabei um die körperliche Seite der Behinderung, wie zum Beispiel die fehlende Sehkraft. Bei Behinderung kommt die soziale Dimension, also Barrieren, die die Beeinträchtigung zum Problem machen dazu, weswegen das Wort Behinderung bevorzugt wird. Aber eins ist klar: Frage immer die Person selbst, wie sie benannt werden möchte, wenn du dir unsicher bist!

Falls du wissen möchtest, warum manche Begriffe nicht mehr benutzt werden, kannst du hier mehr dazu lesen.

Quelle: Pexels/Abby Chung
#MASTERPLAN

Studium, Studieren, Stillen?

Quelle: Marie-Kristin Baumann

Marie-Kristin, 27 Jahre

#kaffeetrinkerin #kinderkrankenschwester #foodlover

Rund um Anfang Oktober finden in Deutschland immer zwei Dinge statt: Zum einen der Start in ein neues Semester, zum anderen findet in der 40. Kalenderwoche (4.10.-10.10.2021) jedes Jahr in Deutschland die Weltstillwoche statt. Eine schöne Parallele: Für Studierende ist ein neues Semester immer auch ein neuer Abschnitt. Man ist oft erholt, hat wieder mehr Motivation fürs Studium – man startet neu durch, mit neuen Vorsätzen und neuer Kraft. Für die ganz Kleinen beginnt ab der Geburt auch ein neues Kapitel, der allererste Lebensabschnitt ex utero. Stillen spielt für die Neugeborenen eine sehr große Rolle, und natürlich genauso für die frisch gebackenen Eltern.

Was haben aber Studierende mit der Weltstillwoche zu tun? Das lest ihr in diesem Artikel…

 

In Zahlen: Wie Deutschland stillt

Quelle: Pexels/RODNAE ProductionsIn Deutschland werden jedes Jahr circa 800.000 Babys zur Welt gebracht. Bevor die Kinder zur Welt kommen, haben die meisten werdenden Mütter (90%) die Absicht, ihr Kind zu stillen. 87% der Frauen beginnen dann tatsächlich damit. Die Dauer, wie lange ein Kind dann gestillt wird, variiert jedoch und nimmt mit zunehmendem Alter des Kindes immer mehr ab. Bis zum vollendeten vierten Monat stillen nur noch 40% der Mütter voll, und bis zum Ende des sechsten Monats sogar nur noch 13%. Dabei liegt die Empfehlung der WHO bei sechs Monaten ausschließlichen Stillens; die Handlungsempfehlung in Deutschland greift das auf, und empfiehlt ausschließliches Stillen bis zu 6 Monaten, mindestens jedoch volle vier Monate [1].

 

Das hat auch einen guten Grund: Gesundheit für Zwei

Quelle: Pexels/Karolina GrabowskaDie Wissenschaft ist sich einig, Stillen gilt als optimale erste Ernährungsform für Säuglinge, was gleichzeitig mit deutlichen gesundheitlichen Vorteilen einhergeht [1]. Gestillte Kinder sterben seltener am „plötzlichen Kindstod“, erkranken innerhalb der ersten Lebensjahre weniger an Durchfall- und Atemwegserkrankungen, sowie Mittelohrentzündungen. Außerdem haben sie ein geringeres Risiko, später einmal Adipositas und Diabetes Typ 2 zu entwickeln [1; vgl. auch 5;6]

Es profitiert jedoch nicht nur das Kind vom Stillen, sondern auch die Mutter. In der ersten Zeit nach der Geburt hilft das Stillen (durch Hormonausschüttung) dabei, dass sich der Uterus zügig zurückbildet. Genau wie das Baby hat auch die Mutter durch das Stillen ein geringeres Risiko, einmal an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Es gibt auch Hinweise darauf, dass Stillen mit einem geringeren Risiko für Eierstockkrebs und Brustkrebs einhergeht.

Nicht zuletzt ist das Stillen eine gute Möglichkeit, die Bindung zwischen Mutter und Kind aufzubauen und zu stärken. Generell ist das Stillen und damit der Kontakt zur Mutter und umgekehrt von großer Bedeutung für die psychologische und kognitive Entwicklung des Kindes.

Quelle: Pexels/Sarah Chai

Aus weiteren Gründen bleibt das Stillen als erste Ernährungsform unschlagbar: Es ist kostenlos, die Mutter hat die Nahrung immer dabei, sie ist stets wohl temperiert und hygienisch einwandfrei [3].

Bei all diesen Vorteilen bleibt nun die Frage: Aus welchen Gründen stillen nicht mehr Mütter für den empfohlenen Zeitraum?

 

Eine Nationale Strategie muss her

Diesen Zustand hat auch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) wahrgenommen, und förderte von 2017 bis 2019 das internationale Forschungsvorhaben „Becoming Breastfeeding Friendly“ (BBF). Dadurch wurde die Notwendigkeit für eine Nationale Strategie zur Stillförderung offengelegt. In einem zweiten Schritt wurde dann das Max-Rubner-Institut für Kinderernährung damit beauftragt, einen partizipativen Prozess zur Entwicklung von Maßnahmen zu leiten. Mehr als 150 Akteure und Akteurinnen des Fachgebiets bildeten Arbeitsgruppen, um Maßnahmen zur Stillförderung und für die Entwicklung eines stillfreundlichen Deutschlands abzuleiten. Aufbauend auf den Ergebnissen wurde die Nationale Strategie zur Stillförderung formuliert.

 

Stillen geht alle was an – aber was?

„Inwiefern ist das für junge Studierende relevant?“, könnte man sich fragen. Immerhin haben nur rund 6 Prozent aller Studierenden mindestens ein Kind [2]. Auf die Frage nach der Relevanz gibt es einige Antworten. Die Nationale Strategie hält mehrere Faktoren fest, die sich essenziell auf die Stillförderung auswirken. Das sind unter anderem auf der sozialen Ebene „Gesellschaftliche Akzeptanz“ und „Beruf und Arbeitsplatz“, und auf der strukturellen Ebene „Information und Bildung“.

Quelle: Pexels/William Fortunato

Die Relevanz für Studierende erklärt sich daher so: Die Universität oder die Hochschule bildet somit einen Arbeits- und Ausbildungsplatz für Mitarbeiter*innen und Student*innen. Wenn also ein*e Mitarbeiter*in oder Student*in ein Kind bekommt, ist die Universität der Ort, an dem sie viel Zeit verbringt, und dort auch ihr Kind stillen können sollte. Das gilt insbesondere für die Student*innen, die das Stillen in den Unialltag wie Vorlesungen, Seminare und Nebenjobs integrieren müssen.

Zum anderen ist der Ort des Lernens eine Lebenswelt, wie das fünfte Sozialgesetzbuch es in Paragraph 20a, Abschnitt 1 definiert:

„Lebenswelten […] sind für die Gesundheit bedeutsame, abgrenzbare soziale Systeme insbesondere des Wohnens, des Lernens, des Studierens, der medizinischen und pflegerischen Versorgung sowie der Freizeitgestaltung einschließlich des Sports.“

Quelle: Pexels/RODNAE ProductionsWo wir leben, da ist Gesellschaft. Nur wo Gesellschaft ist, kann auch gesellschaftliche Akzeptanz entstehen und gefördert werden. In der Schlussfolge ist die Universität oder die Hochschule ein wichtiger Ort, um die gesellschaftliche Akzeptanz des Stillens unter Studierenden, aber auch unter Mitarbeitenden zu fördern.

Während viele Universitäten und Hochschulen mittlerweile Beratungsstellen oder -angebote für werdende Eltern bzw. Studierende mit Kind anbieten (Familienservice, Gleichstellungsbeauftragte etc.), ist beispielweise die Universität Passau noch einen Schritt weitergegangen. Sie wurde von pro familia Niederbayern e. V. als stillfreundlicher Ort ausgezeichnet.

Was macht stillfreundliche Orte aus?

Zu den Kriterien für eine entsprechende Zertifizierung gehören u.a.:

  • barrierefreie Zugänglichkeit der Orte (besonders für Kinderwägen)
  • Sitzmöglichkeiten zum Stillen
  • frei zugängliche Toiletten mit Wickeltischen
  • kostenfreie Möglichkeiten für Stillende, Trinken zu erhalten.
  • Unterstützung und Hilfe, wenn ablehnendes Verhalten erfahren wird [4].

Zum Schluss…

Stillen oder nicht stillen geht nicht nur Studierende mit Kind etwas an. (Mit-)Studierende (ohne Kinder) und Angestellte können maßgeblich zur Gestaltung der Atmosphäre am Lern- und Lebensort Hochschule/Universität beitragen.  Natürlich gibt es so viel mehr Faktoren, die die Wahl der Säuglingsernährung beeinflussen. Durch die Vorteile des Stillens, die in diesem Artikel genannt werden, sollen auch keine Menschen diskriminiert oder verurteilt werden, welche sich dazu entscheiden, nicht zu stillen oder schlichtweg keine Wahl haben. Die Gründe sind oft komplex, und wir wollen nichts pauschalisieren.

Dieser Artikel plädiert vielmehr für eine zugewandte Akzeptanz. Genauso wie das Trinken mit dem Milch-Fläschchen in der Öffentlichkeit toleriert und akzeptiert wird, sollte auch das natürliche Stillen individuell und kollektiv akzeptiert und gefördert werden.

[1] https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/nationale-stillstrategie.pdf?__blob=publicationFile&v=3 zuletzt abgerufen am 04.08.2021

[2] Middendorff, E., Apolinarski, B., Becker, K., Bornkessel, P., Brandt, T., Heißenberg, S. & Poskowsky, J. (2017). Die wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden in Deutschland 2016. Zusammenfassung zur 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks – durchgeführt vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung. Berlin: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). (http://www.sozialerhebung.de/download/21/Soz21_zusammenfassung.pdf) zuletzt abgerufen am 04.08.2021

[3] https://www.profamilia-niederbayern.de/prostillen zuletzt abgerufen am 04.08.2021

[4] https://www.uni-passau.de/diversity-gleichstellung/aktuelles/meldung/detail/universitaet-passau-ist-stillfreundlicher-ort/ zuletzt abgerufen am 04.08.2021

[5] https://www.publish.csiro.au/nb/pdf/NB05011 zuletzt abgerufen am 04.08.2021

[6] https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/s-0038-1657766.pdf zuletzt abgerufen am 04.08.2021

Quelle: Pexels/Artem Beliaikin
#MASTERPLAN

Gesünder durch Achtsamkeit?

Leonie, 24 Jahre

#grüblerin #antipastiliebhaberin #naturverbunden

Atme tief ein, spüre, wie die Luft an den Nasenlöchern eintritt und sich langsam deine Bauchdecke hebt. Halte den Atem kurz an und genieße den Moment vollkommener Stille, um kurz darauf wieder mühelos auszuatmen.  

Mit Hilfe dieser kleinen Übung können Körper und Geist innerhalb weniger Minuten zur Ruhe kommen und Stressgefühle reduziert werden. Dies ist eine von unzähligen Möglichkeiten, Achtsamkeit zu praktizieren. Doch was genau steckt eigentlich hinter diesem geheimnisvollen Begriff, der heutzutage in aller Munde ist und doch so ungreifbar erscheint?

 

Auf den Spuren des Buddha…

Achtsamkeit ist eine der zentralen Lehren des Buddhismus und taucht ab dem 19. Jahrhundert als Übersetzung des palischen Wortes (alt-indische Sprache) sati auf. Es beschreibt den Zustand, sich des gegenwärtigen Moments mit allen Sinnen bewusst zu sein, ohne einzugreifen (Schmidt, 2014). Im buddhistischen Kontext zählt die Achtsamkeitspraxis in Form von Meditationen und ethischen Verhaltensnormen zum festen Bestandteil eines umfassenden spirituellen Weges.

 

…zum Gesundheitstrend der heutigen Zeit

Jede*r kennt das Gefühl eines unruhigen Geistes: Man grübelt über Ereignisse in der Vergangenheit (die hitzige Diskussion im Seminar, der sorgenfreie Urlaub vor der Pandemie oder wann man sich zuletzt bei seinen Großeltern gemeldet hat) oder sorgt sich über Zukünftiges (der Ausgang der nächsten Klausurenphase, die Termine, die noch anstehen oder wie viel Geld man diesen Monat noch ausgeben darf).

Quelle: Pexels/Cristian Rojas

Diese ständigen Gedankenreisen, die fast 50 Prozent unserer Zeit füllen (Linz et al., 2021), versperren oftmals die Sicht auf das Wesentliche, das, was jetzt im Augenblick geschieht. Kinder leben meist ganz selbstverständlich im „Jetzt“. Für Erwachsene ist das in unserer digitalisierten und hektischen Gesellschaft oftmals ein fremder Zustand geworden. Durch bewusste Achtsamkeitsübungen kann dieser Zustand jedoch wieder erfahrbar werden.

 

Achtsamkeitsübungen heute sogar von Krankenkassen anerkannt

Das westliche Verständnis der Meditationspraktiken und bestimmte Grundhaltungen fernöstlicher Lehren formte sich unter anderem durch die Entwicklung der achtsamkeitsbasierten Stressreduktion (MBSR = mindfulness-based stress reduction) nach Jon Kabat-Zinn im Jahre 1979 (Kabat-Zinn, 2001).

Das MBSR ist ein komplementär-medizinisches Programm, d.h. es ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung, kann aber ergänzend eingesetzt werden. Allerdings zeigen empirische Untersuchungen, dass MBSR zur Behandlung einer Vielzahl von unterschiedlichen körperlichen und psychischen Störungen erfolgreich eingesetzt werden kann (Ruiz-Fernández et al., 2019). Die MBSR erfolgt als 8-wöchiger Kurs, der unterschiedliche Formen der Achtsamkeitsmeditation sowie Yoga beinhaltet. Als Präventionsmaßnahme wird MBSR heute von vielen Krankenkassen bezuschusst. Es scheint also ein Umdenken im Gesundheitsbereich stattzufinden: Psyche und Körper werden bei einer Behandlung zunehmend ganzheitlich  Quelle: Pexels/ Elly Fairytalebetrachtet, was den Einbezug achtsamkeitsbasierter Praktiken in der gesundheitlichen Aufklärung fördert (Heidenreich, 2006).

Die Zahl wissenschaftlicher Arbeiten zum Thema „Achtsamkeit“ entwickelte sich über die letzten Jahrzehnte rasant: Vergleichend zum Jahr 2007, in dem gerade mal 69 Artikel mit dem Titel „mindfulness“ veröffentlicht wurden, fanden sich 2017 bereits 692 Arbeiten mit diesem Themenfokus (Kabat-Zinn, 2019, S.13). Darunter gibt es mittlerweile zahlreiche empirische Befunde, welche die positiven Auswirkungen von Achtsamkeitsübungen bestätigen. Achtsamkeitsbasierte Therapien wurden dabei beispielsweise erfolgreich zur Behandlung bei Ängsten und Depression angewandt (Hofmann et al., 2010).

Quelle: Pexels/Keira Burton

Bock auf #health?

Wir sind auf TikTok!

#health #tippsundtricks #gesundundfit #fürdich

Du bist auf der Suche nach spannenden Channels, die sich rund um die Themen Achtsamkeit, Stressbewältigung, Gesundheit, Ernährung und Fitness drehen?

Dann schau unbedingt mal auf unserem @welike_health – Channel vorbei!

Ihr findet dort kleine Tipps und Tricks, perfekt für den Alltag.

Du willst lieber mitmachen statt nur zuzuschauen? Dann werde Teil unserer TikTok-Community und produzier mit uns #health – Videos! Wie? Einfach hier anmelden: https://we-like.com/tiktok-community/.

Wie werde ich achtsam? 

Achtsamkeit beginnt bei den kleinen Augenblicken des Alltags. Es ist nicht mehr und nicht weniger notwendig als die Besinnung auf das, was im Moment erlebt wird – und zwar mit allen Sinnen.

Quelle: Pexels /Gary Barnes

Beim nächsten Abwasch beispielsweise kannst du mal darauf achten, ob du den Schaum knistern hörst oder andere Geräusche wahrnimmst, wie sich deine Hände anfühlen, welche Gerüche dir in die Nase steigen oder ob du vielleicht die Farben des Regenbogens im Spülbecken entdeckst.

Natürlich können auch konkrete Achtsamkeitsübungen, wie eine Meditation, praktiziert werden. Integriert man diese beispielsweise genauso selbstverständlich in den Alltag wie das Zähneputzen, können sich bereits nach ein paar Wochen positive Effekte auf Psyche und Körper einstellen (Schmidt, 2014).

Meditation nach Jon Kabat-Zinn

„Meditation ist aktives Nicht-Tun. […] Die Meditation ist eine Art von Beschäftigung, wenn nicht gar die einzige, bei der es nicht darum geht, etwas zu erreichen oder irgendwohin zu gelangen, sondern darum, vollkommen da zu sein. Es geht im wahrsten Sinne des Wortes um Da-Sein.“ (Kabat-Zinn, 2001, S. 51 ff.)

Nach dem Lesen dieses Beitrags sollte klar sein, dass diese Zeilen kein umfassendes Verständnis von Achtsamkeit vermitteln. Nur durch eigene Erfahrungen in einem Prozess persönlicher Transformation kann Achtsamkeit gesehen, gehört, gespürt und greifbar werden – in den unterschiedlichsten Facetten. Die Titelfrage lässt sich dementsprechend nur individuell beantworten, wenn auch die Studienergebnisse und Erfahrungen im Gesundheitswesen in der regelmäßigen Praxis mit Achtsamkeit vielversprechende Wirkungen für den Menschen und die Gesellschaft als Ganzes in Aussicht stellen.

Das Verfassen dieses Beitrags wurde für mich zu einer persönlichen Herausforderung. Es offenbarte mir den Konflikt, der sich ergibt, sobald ein lediglich erfahrbares Thema wie das der Achtsamkeit mit einem gewissen Informationsanspruch erklärt werden möchte. Das Tolle an diesem Blogbeitrag ist, dass er keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sollte eure Neugierde an den Vorteilen eines achtsamen Lebens geweckt worden sein, könnt ihr euch beispielsweise mit den hier verwendeten Quellen weiter auseinandersetzen.

 

Du möchtest Achtsamkeit jetzt direkt üben?

…Dann probier doch mal die Bodyscan-Methode aus! Im Folgenden findet ihr eine Anleitung dazu.

Quelle: Pexels/Karolina Grabowska

Hinweis: die Übung lässt sich leichter mit einem Partner/einer Partnerin durchführen. Er/Sie sollte sich die Anleitung vor Beginn der Übung durchlesen, damit Pausen beim Lesen und das Tempo richtig eingehalten werden können. Wenn ihr die Anleitung vorgelesen bekommt, könnt ihr euch ganz auf die Bodyscan-Meditation einlassen.

  1. Leg dich bequem auf deinen Rücken. Dabei ist egal, ob auf dem Boden, dem Teppich oder dem Bett. Hauptsache, du bist ungestört. Schließe deine Augen.
  2. Nimm dir ein paar Augenblicke Zeit, und spüre die Bewegungen deiner Atmung. Richte deine Aufmerksamkeit auf die Empfindungen in deinem Körper. Wo spürst du Berührungen und Druck? An welchen Stellen liegt dein Körper auf dem Boden auf? Lass dich mit jedem Ausatmen etwas tiefer in den Boden sinken.
  3. Erinnere dich daran, worum es bei dieser Aufgabe geht. Es geht einzig und allein darum, verschiedenen Körperteilen deine Aufmerksamkeit zu schenken und dabei aufkommende Gefühle wahrzunehmen. Es muss sonst nichts passieren.
  4. Lenke nun deine Aufmerksamkeit auf deine körperlichen Empfindungen im unteren Bauchraum. Spüre mit jedem Ein- und Ausatmen, wie sich deine Bauchdecke anfühlt. Nimm dir ein paar Minuten Zeit, dem nachzuspüren, während du weiter ein- und ausatmest.
  5. Nachdem du deinen Bauchraum erspürt hast, lass deine Aufmerksamkeit jetzt dein linkes Bein hinunterwandern, bis zu deinem linken Fuß und den Zehen. Schenke jedem Zeh abwechselnd deine Aufmerksamkeit, und erforsche deine Empfindungen. Vielleicht spürst du den Kontakt zwischen den Zehen, aufkommende Wärme, ein Kitzeln oder gar nichts Besonderes.
  6. Löse mit dem Ausatmen die Aufmerksamkeit von den Zehen und lass sie in deinen gesamten linken Fuß wandern. Erforsche deine Empfindungen im Fußbereich. Im Hintergrund bist du dir deines Atems bewusst.
  7. Lasse den linken Fuß jetzt mit einem tiefen Ein- und Ausatmen los. Deine Aufmerksamkeit wandert jetzt Stück für Stück nach oben. Zuerst in die Wade, dann ins Schienbein, ins Knie, immer nacheinander.
  8. Mit behutsamer und sanfter Aufmerksamkeit erspüre nun auch deine anderen Körperteile. Unten angefangen von den rechten Zehen, zum rechten Fuß, das Bein entlang nach oben, zur Hüftgegend, zum Rücken, zur Bauchgegend. Nimm dir Zeit, und erforsche, was du wahrnimmst. Weiter geht es zur Brust, in die Finger hinein, über die Hände, die Arme entlang, zu den Schultern. Weiter hoch in den Nacken, bis zum Kopf, und schließlich zum Gesicht.
  9. Wenn du Anspannung in einem Bereich spürst, atme in sie hinein, und habe mit dem Ausatmen das Gefühl, sie zu lösen.
  10. Wenn du ab und zu von deinem Körper und deinem Atem abschweifst, ist das normal und in Ordnung. Beobachte, wohin der Geist abgeschweift ist, und lenke deine Aufmerksamkeit dann wieder behutsam auf das jeweilige Körperteil.
  11. Am Ende nimm deinen Körper als Ganzes wahr. Der Atem fließt frei hinein und hinaus.
  12. Die Übung kann auch im Sitzen oder mit offenen Augen durchgeführt werden.

(In Anlehnung an Margraf, J. & Schneider, S. (Hrsg). (2009))

  • Heidenreich, T. & Michalak, J. (Hrsg.). (2006). Sonderheft »Achtsamkeit und Akzeptanz«. Psychotherapie im Dialog, 3.
  • Hofmann, S. G., Sawyer, A. T., Witt, A. A., & Oh, D. (2010). The effect of mindfulness-based therapy on anxiety and depression: A meta-analytic review. Journal of consulting and clinical psychology78(2), 169–183. https://doi.org/10.1037/a0018555
  • Kabat-Zinn, J. (2001). Gesund durch Meditation. Das große Buch der Selbstheilung. München: Barth.
  • Linz, R., Pauly, R., Smallwood, J. et al.Mind-wandering content differentially translates from lab to daily life and relates to subjective stress experience. Psychological Research 85, 649–659 (2021). https://doi.org/10.1007/s00426-019-01275-2
  • Margraf, J. & Schneider, S. (Hrsg). (2009). Lehrbuch der Verhaltenstherapie. Grundlagen, Diagnostik, Verfahren, Rahmenbedingungen. Heidelberg: Springer.
  • Ruiz‐Fernández, M. D., Ortíz‐Amo, R., Ortega‐Galán, Á. M., Ibáñez‐Masero, O., Rodríguez‐Salva-dor, M. del M., & Ramos‐Pichardo, J. D. (2019). Mindfulness therapies on health professionals. International Journal of Mental Health Nursing, inm.12652. https://doi.org/10.1111/inm.12652
Quelle: www.pexels.com
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Wie gesund sind Studierende?

Lena, 27 Jahre

#klimaschutzistgesundheitsschutz #trustinscience #trustyourself

Eine überfüllte Bibliothek, seitenweise abschreiben und auswendig lernen. Rückenschmerzen vom langen Sitzen, die Augen brennen vor lauter Bildschirmzeit. Die Schlange am Kaffeeautomaten wird immer länger und die Wartenden immer ungeduldiger. Irgendwie muss man sich schließlich wach und konzentriert halten mitten in der Prüfungsphase.

 

Alle die studieren, kennen dieses Gefühl. Wer allerdings gerade auf der Suche nach dem passenden Studienplatz ist, macht sich vermutlich noch keine Gedanken über die Herausforderungen, die das Studierendenleben so mit sich bringt. Freiheit und freie Zeiteinteilung schwebt wohl den meisten vor. Und teilweise stimmt das ja auch.

Doch genau diese Freiheit erfordert ein hohes Maß an Selbstorganisation, die viele nach der Schule erst noch lernen müssen. Auf diese Weise wird Freiheit dann schnell mal zu Druck, und Stress oder Versagensängste sind vorprogrammiert. 85% aller Studierenden behaupten, ihre Gesundheit ist ihnen wichtig, aber nur knapp die Hälfte beschreibt ihr Wohlbefinden als gut oder sehr gut. Die Gründe dafür sind vielfältig.

 

Unter die Lupe genommen

Lange hat sich die Gesundheitsforschung dazu nicht mit der Gruppe der Studierenden auseinandergesetzt, sie wurden allgemein als relativ gesund wahrgenommen.

Dabei leben sie meist mit vergleichsweise geringem Einkommen und können dadurch Probleme mit der Wohnsituation haben (Stock & Krämer, 2001). Allein die Finanzierung des Studiums – vor allem bei Studierenden, deren Eltern sie nicht unterstützen können – kann eine große Belastung sein.

Verschiedene Studien belegen, dass unter Studierenden ein erhöhtes emotionales Stresslevel und Schlafstörungen große Probleme darstellen (Schlarb et al., 2017). Auch Depressionen sind nicht selten, sie betreffen ungefähr jede*n Vierte*n. Prüfungen sind die schwerwiegendste Ursache für Stress (TK CampusKompass, 2015).

Natürlich gibt es viele Einflussfaktoren, die sich auf Stresserleben auswirken, unabhängig davon, ob eine Person studiert. Dazu zählen zum Beispiel die Unterstützung aus dem sozialen Umfeld oder der finanzielle Hintergrund der eigenen Familie (Margraf et al., 2020).

 

Wenn der Körper streikt

Neben den psychischen Herausforderungen ist bei vielen Studierenden auch die körperliche Gesundheit stark beansprucht. Circa die Hälfte hat Kopf-, mindestens ein Drittel Rückenschmerzen, etwa 10% klagen über Tinnitus (Schlarb et al., 2017; TK CampusKompass, 2015). Viele interessieren sich zwar für gesunde Ernährung und wünschen sich das auch von ihrer Mensa, jedoch kennen sich die Wenigsten damit aus, was das eigentlich bedeutet (Thees et al., 2012).

Studentinnen sind von allen Problemen weit häufiger betroffen als Studenten (Bailer et al., 2008). Nach dem CampusKompass der Techniker Krankenkasse von 2015 gilt das sowohl für Erschöpfung und Stress als auch für Kopf- und Rückenschmerzen.

Eventuell macht auch das Studienfach einen Unterschied, wobei Studierende geisteswissenschaftlicher Studiengänge sich kränker fühlen als beispielsweise Studierende der Naturwissenschaften. Das könnte allerdings auch auf den geringeren Frauenanteil zurückgeführt werden (TK CampusKompass, 2015).

 

Covid-19 hinterlässt Spuren

Während der Coronapandemie hat sich das Leben für Studierende stark verändert. Die Unis blieben geschlossen, was sich für viele neben der Lehre auch auf das restliche Leben auswirkte. Gemeinsam in die Mensa oder ins Café gehen fiel weg, jeglicher Kontakt zu Dozierenden fand über Videokonferenzen und Chats statt. Dazu kamen digitale Prüfungen und finanzielle Sorgen. Dass die Belastung dadurch gestiegen ist, erklärt sich von selbst, wie diese Studie zeigt.

Es gibt jedoch immerhin einen Lichtblick: Zumindest scheinen Studierende häufiger Sport zu treiben, als die Durchschnittsbevölkerung. Und der ist bekanntermaßen gut für die Gesundheit (TK CampusKompass, 2015). Vielleicht schaffen es Universitäten und Hochschulen in naher Zukunft, noch bessere Voraussetzungen für die Gesundheit und das Wohlbefinden zu schaffen. Wichtige Ansatzpunkte können die Gerichte in der Mensa, das Sportangebot und Veranstaltungen zur psychischen Gesundheit sein – damit kommende Prüfungsphasen vielleicht mit weniger Stress (und weniger Koffeinkonsum) bewältigt werden können.

 

 

 

 

 

Quelle: Unsplash:daniel-mingook-kim
#MASTERPLAN

Wer wir sind?

Hochschulgruppe CampusWELTEN!

Hi ?, wir sind die Hochschulgruppe CampusWELTEN der Universität Erfurt und haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Gesundheit von Studierenden mehr in den Fokus zu rücken. Das tun wir, indem wir unsere Hochschule, aber auch die Studierenden der Universität Erfurt, dabei unterstützen, die Gesundheit während des Studiums zu erhalten und zu fördern.

 

Die Idee für unsere Gruppe ist aus einem Seminar im Masterstudiengang Gesundheitskommunikation entstanden. Unser Name leitet sich von dem Begriff „Lebenswelten“ ab.

Lebenswelten sind zum Beispiel Schulen, Betriebe, Kommunen aber natürlich auch Hochschulen – und zwar so, wie sie ganz individuell und subjektiv wahrgenommen werden. Deswegen also CampusWELTEN.

Autorinnen

Quelle: CampusWelten

„Wenn jemand anfängt zu studieren, dann weiß diese Person doch, dass es stressig werden kann…“ – so oder so ähnlich lauten Aussagen, die übersetzt so viel heißen wie: „Stell dich mal nicht so an.“

Diese Mentalität war einer der Gründe, wieso Lena der Hochschulgruppe CampusWELTEN beigetreten ist. Denn selbst innerhalb der Unis scheint es genug Menschen zu geben, die psychische Probleme der Studierenden kleinreden, abstreiten oder einfach darüber hinwegsehen. „Aber diese Probleme existieren nun mal obwohl es doch selbstverständlich sein sollte, dass sich alle Studierenden an ihrer Uni wohlfühlen“, sagt sie. Dazu gehören neben Angeboten zu Förderung der körperlichen und geistigen Gesundheit auch Umgebungs- und Umweltfaktoren.

„Deshalb haben wir uns als Hochschulgruppe auch schon an der Klimastreikwoche beteiligt und auf die CO2-Emissionen der einzelnen Mahlzeiten aufmerksam gemacht. Denn alles, was wir der Natur antun, schlägt sich letztendlich auf unsere Gesundheit nieder. Und Veränderungen lassen sich am besten gemeinsam bewirken.“

„Ich kenne einige Student:innen, die sich durch ihr Studium gekämpft oder es sogar abgebrochen haben. Die psychische Belastung ist teilweise echt hoch.“, berichtet Katrin, die für ihr Masterstudium an die Uni Erfurt gegangen ist. Dort ist sie auf die Hochschulgruppe CampusWelten aufmerksam geworden und wusste sofort, dass sie sich dort engagieren will. „Mir war vorher nicht klar, dass so etwas wie ein studentisches Gesundheitsmanagement überhaupt existiert. Aber es ergibt ja auch Sinn. Schließlich sind Student:innen die zentralen Personen an einer Uni.“

Katrin merkt an, dass Gesundheitsförderung ganz unterschiedlich aussehen kann: Die Wissenschaft spricht an dieser Stelle von Verhältnis- und Verhaltensprävention – also von strukturellen und individuellen Maßnahmen um die Lebensqualität zu verbessern. „Wir müssen die Bedingungen auf dem Campus in den Blick nehmen. Können beispielsweise Student:innen mit Allergien und Unverträglichkeiten ohne Probleme in der Mensa essen?“ Für die individuelle Ebene spielen u.a. Sportangebote oder psychosoziale Sprechstunden eine Rolle. Auf ihren Social Media Kanälen versucht die Hochschulgruppe zusätzliche Informationen zur Verfügung zu stellen (Facebook, Instagram).
„Studieren sollte doch Spaß machen!“, findet Katrin. „Ich hoffe, wir können irgendwie dazu beitragen dieses Gefühl zu erreichen.“

„Wie oft musste ich mir als Studentin der Geisteswissenschaft den folgenden Satz anhören: ‚Ihr Studenten habt ja so ein chilliges Leben!‘“, erinnert sich Leonie an ihr Bachelorstudium zurück. Sie hatte lange das Gefühl, im Studium nicht überfordert sein zu dürfen, wodurch sich vor allem in der Prüfungsphase der ganze Druck zugespitzt hatte: „Nach den Klausuren war ich fast immer krank. Mein Körper befand sich wochenlang im Lern- und Stressmodus, sodass er sich anschließend vollständig auskurieren musste.“

 

Leonie setzt sich seitdem vor allem mit achtsamen und präventiven Methoden zum Erhalt der psychischen Gesundheit auseinander. Diese möchte sie auch anderen Studierenden über die Kommunikationskanäle der HSG näherbringen:

„Psychische und körperliche Gesundheit gehen Hand in Hand. Deshalb ist es so wichtig, dass wir mögliche Probleme und Herausforderungen im Studium ganzheitlich betrachten und offen kommunizieren. Es ist okay, überfordert zu sein – du bist damit nicht allein.“

Dieses Gefühl möchte Leonie anderen Studierenden durch den CampusWELTEN-Blog vermitteln.

 

Worum es uns geht?

Ein gesundes Studium für alle!

Was für die meisten Studierenden wahrscheinlich längst ein wichtiges Thema ist, erhält langsam auch von Hochschulen immer mehr Aufmerksamkeit. Gesund bleiben im Studium ist kein Selbstläufer, denn ein Studium kann zahlreiche Herausforderungen für die eigene Gesundheit darstellen, die es zu meistern gilt:

  • Wie kann man mit dem Stress in Prüfungszeiten umgehen?
  • Wie schafft man es gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung in den eigenen Alltag integrieren?
  • Und was gibt es für Tipps und Tricks, um die Herausforderungen des Studiums zu meistern?

Wenn du wissen willst, wie gesund du studierst, kannst du dich hier testen.

Was wir hier machen?

Einen Blog zum Thema „Gesundes Studium“

Im Rahmen unserer Arbeit sind wir auf den Jungagiert e.V. aufmerksam geworden, der mit dem We-Like-Blog unterschiedlichste Themen für und mit jungen Menschen aufarbeitet. Die Leute vom Jungagiert e.V. haben sich schon vor Jahren mit dem Thema Studierendengesundheit beschäftigt und auf ihrem Blog ein Themenspezial dazu gemacht. Jetzt haben wir uns mit dem Jungagiert e.V. zusammengetan und bauen seitdem auf dem We-Like-Blog einen eigenen Bereich zum Thema Gesundheit von und für Studierende auf: #Masterplan. Dort schreiben wir regelmäßig Beiträge zu aktuellen und spannenden Themen rund um das gesunde Studium.

Für unsere Arbeit haben wir vier Themenbereiche festgelegt, die für uns beim Thema
Studierendengesundheit besonders wichtig sind (passend dazu auch
die Farben unseres Logos ?) :

 

  • Soziale Gesundheit und Spaß (gelb)
  • Psychische Gesundheit, Stressminderung und allgemeines Wohlbefinden (lila)
  • Umgebungseinflüsse und Hygiene (blau)
  • Physische Gesundheit, Ernährung und Bewegung (grün)

Du hast Fragen oder Ideen zum studentischen Gesundheitsmanagement? Du engagierst dich (vielleicht bald) in einer ähnlichen Gruppe und möchtest dich austauschen? Wir freuen uns über neue Kontakte und frischen Wind, melde dich gerne!

                                                                         

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